Innovationen in der Landwirtschaft lohnen sich!
Die maximal fünf von der Jury nominierten Projekt-Teams stellen sich im September den lokalen Medien vor und sind im November ans Finale im Kursaal Bern eingeladen.

Dank dem milden Klima und den sandigen, humosen Böden lässt sich auch im Albulatal auf 1000 Meter über Meer Bergackerbau betreiben. Marcel und Sabina Heinrich-Tschalèr und ihr Team bauen auf 1,7 Hektaren in Filisur (GR) 20 verschiedene Kartoffelsorten an, welche sich im Geschmack, in der Grösse und in der Farbe unterscheiden. Produziert werden jene Sorten, die am Markt gefragt sind. Abnehmer der «verrückten» Kartoffeln sind die Spitzengastronomie, Delikatessengeschäfte wie auch eine grosse Stammkundschaft. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem. Beharrlichkeit, ständiges Optimieren der Produktion, Distribution und Verkauf sowie das Sicherstellen guter Qualität wandelten einen Standortnachteil zu einem Vorteil um. Der Familie Heinrich-Tschalèr gelang es, «alten» Kartoffelsorten einen modernen Anstrich zu verpassen.
Link: www.lasorts.ch

Die Schweizer Wolle feiert ein Comeback. Nachdem die Schweizerische Inlandwollzentrale (IWZ) keine Verwertungsbeiträge des Bundes mehr lösen konnte, wurde deren Betrieb 2009 eingestellt. Martin Keller aus Buchs (SG), Verwaltungsrat der IWZ, machte sich auf die Suche nach einem Abnehmer für den Schweizer Rohstoff Wolle. Diesen fand er in einem deutschen Industriellen. Seit dem Frühjahr 2009 organisiert Keller zweimal im Jahr an verschiedenen Orten der Schweiz Annahmeplätze, wo die Wolle anschliessend klassifiziert und gepresst wird. Der Bauer erhält sein Geld sofort in bar ausbezahlt. Die gute Nachfrage ermöglichte es, den Produzentenpreis trotz internationaler Konkurrenz zu erhöhen. Die Wolle wird im Ausland zu einem bis zu 60 Grad waschbaren Vlies verarbeitet und findet Verwendung in Decken, Jacken, Matratzenauflagen oder als Isolationsmaterial von Gebäuden.
Link: www.swisswool.ch